Reise in die schönsten Städte der Ostsee – Ein unvergessliches Erlebnis
23.10.2024
KETTWIG: HVV-Mitglieder erkunden die Ostsee-Region
Am 7. Oktober um 8 Uhr startete eine Gruppe von 36 reiselustigen Mitgliedern des HVV vom Rathaus und dem Schwimmbad zu einer spannenden Entdeckungsreise zu den schönsten Städten der Ostsee. Schon die Anfahrt versprach Besonderes: Ein Zwischenstopp in der historischen Stadt Celle, wo die Teilnehmer von zwei charmanten Stadtführerinnen in die Geschichte der Stadt und ihrer Fachwerkarchitektur eingeführt wurden. Danach ging es weiter nach Banzkow, einem idyllischen Ort südlich von Schwerin, wo die Gruppe in einem hervorragenden Hotel untergebracht war. Der Abend endete mit einem kulinarischen Highlight – einem Buffet, das keine Wünsche offenließ.
Am zweiten Tag führte die Reise nach Wismar, eine alte Hansestadt, und zur Insel Poel. In Wismar wurden Sehenswürdigkeiten wie der Bierbrunnen und der „Alte Schwede“ bestaunt. Ein besonderes Highlight waren die Fischbrötchen im Hafen, wobei die Möwen eine Herausforderung darstellten. Nach der Überfahrt zur Insel Poel wartete der Bus und brachte die Gruppe zurück ins Hotel, wo der Abend mit einem unterhaltsamen Spieleabend ausklang.
Der dritte Tag führte die Teilnehmer nach Rostock, Warnemünde und Heiligendamm. Begleitet von einem kompetenten Reiseführer, der mit spannenden Geschichten der Herzöge und Fürsten, der Wenden und Slawen, der Schlösser, der Eiszeit und der unterschiedlichen Böden, Endmoränen und Grundmoränen, die hieraus entstanden sind, die Region lebendig werden ließ, erlebte die Gruppe einen Tag voller kultureller Entdeckungen. Schwerin stand am vierten Tag auf dem Programm. Nach einer Stadtführung durch die Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, folgte der Höhepunkt des Tages: eine beeindruckende Führung durch das Schweriner Schloss.
Schwerin stand am vierten Tag auf dem Programm. Nach einer Stadtführung hatten alle eine kurze Verweildauer zum Essen oder Shoppen, um dann um 14 Uhr eine besonders schöne, interessante Führung durch das romantische Schweriner Schloss zu erleben. Das Schloss liegt direkt am Schweriner See und beherbergt heute den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Nach der Führung sollte der Schlossgarten besichtigt werden, es goss wie aus Kübeln. Auf Regen folgt bekanntlich Sonnenschein und so schlenderten doch alle durch den Schlossgarten und hatten sogar noch Zeit, im PIER 7 ein Bierchen zu trinken.
Am nächsten Tag stand die Marzipanstadt Lübeck auf dem Programm. Die Stadtführer gingen durch enge alte Straßen mit bewohnten Hinterhöfen, ehemals als Altenteil gedacht. Es gab sehr kleine niedrige Eingänge, nicht höher als 1.50 m, wo die damalige Dienerschaft ins Haus zu gehen hatte. Danach ging es zum Heilig Geist Spital, welches ursprünglich als Krankenhaus und später als Altersheim für arme Leute diente, die sonst auf der Straße hätten leben müssen. Wer beim Einzug seine Beerdigungskosten nicht zahlen konnte, musste täglich 6 Liter Bier verkaufen und den Erlös bei der Oberin abgeben, bis die Summe zusammen war. Danach war er ein freier Mensch und konnte dort wohnen und essen. Die Halle im vorderen Bereich, ehemals als Kirche genutzt wird heute für kulturelle Veranstaltungen und auch für einen Weihnachtsmarkt genutzt. Die Atmosphäre ist bestimmt großartig darin.
Anschließend wurde die berühmte Petrikirche mit den riesigen Kronleuchtern besucht, die auch heute noch mit echten Kerzen bestückt sind. Der Weg führte weiter durch die Innenstadt, auf den Marktplatz, zum Rathaus – auch zweigeteilt in Alt- und Neubau, nur sind diese beiden Gebäude viel älter als unser Kettwiger Rathaus und danach zum Willi Brandt Haus. Er hat jedoch nie in diesem Haus gelebt, es wurde ihm nur gewidmet, da er in Lübeck geboren wurde. Die Führung endete vor dem Haus der Niederegger Marzipanmanufaktur. Nun hatte jeder noch 2.5 Stunden Zeit, Lübeck auf eigene Faust zu erkunden.
Am Samstag war busfreier Tag. Also wurde das Museum im Keller des Hotels besichtigt und erstaunt stellte man fest, wie groß dieses Heimatmuseum war. 13 Räume und in jedem Raum war ein Thema, was von einem Paten betreut wurde. Von Wohnräumen über Handwerker bis zur Schule war alles Alte zu finden. Man könnte glatt neidisch werden über so viel Platz, den das Kettwiger Museum auch gut brauchen könnte. Anschließend gingen alle zu Fuß mit der ehemaligen Bürgermeisterin durch das Dorf Banskow, was aber auch durchaus interessant war. Dort gibt es eine Mühle – heute ein Hotel und eine alte Kirche, die nicht mehr voll genutzt wird, weil einfach zu wenig Leute in die Kirche zum Gottesdienst gehen. Aber einer der Mitfahrer testete die Orgel und spielte frei ein Kirchenlied, eine besondere Stimmung breitete sich aus. Vor der Kirche hatte die Hotelchefin schon Kaffee, Tee und Schmalzstullen vorbereitet. Es war eine super Stimmung.
Leider ging auch diese Woche zu Ende und am Sonntag startete die Rückfahrt in Richtung Lüneburg, wo ein Zwischenstopp auf den Spuren von „roten Rosen“ eingelegt wurde. Trotz des wechselhaften Wetters war die Stimmung immer hervorragend, und so bleibt diese Reise den Teilnehmern sicherlich noch lange in bester Erinnerung.
Fotos: Privat
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