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„Winter-Brücke" für Bauarbeiter

27.12.2025

ESSEN: IG BAU appelliert an Betriebe 
Von Nina van Bevern 

Trotz Frost und Schnee m üssen die rund 5.340 Bauarbeiter in Essen nicht um ihre Jobs bangen. „Wer auf dem Bau arbeitet, kommt gut durch den Winter. Auch wenn bei Schnee und Frost kein Fundament ausgehoben, keine Straßen asphaltiert, keine Rohrleitungen und Kanäle verlegt werden: Arbeitsverträge und Lohnfortzahlungen laufen weiter“, sagt Peter Köster von der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen. 

Der Grund: das Saison-Kurzarbeitergeld (Saison-Kug), das frühere Schlechtwettergeld. „Vom Dezember bis zum März können Bauarbeiter dadurch weiterbeschäftigt werden. Auch wenn das Wetter das Arbeiten draußen unmöglich macht“, erklärt Köster. Die Arbeitsagentur bietet eine „Winter-Brücke“: bis zu 67 Prozent des Nettolohns als Ausfallgeld. Die Gewerkschaft appelliert an die Betriebe, diese Chance zu nutzen. „Der Vorteil für die Firmen liegt auf der Hand: Sie brauchen keinen Bauarbeiter entlassen – und müssen sich dann, wenn es im Frühjahr auf dem Bau wieder richtig rundgeht, auch keine neue n Fachkräfte suchen“, so Köster. 

Für die Beschäftigten bedeutet das eine „365-Tages Perspektive im Job und stabile Einkünfte“. Auch Dachdecker-, Gerüstbau- sowie Garten und Landschaftsbaubetriebe profitieren. Vor einem Antrag sollten Unternehmen prüfen, ob andere Arbeiten im Betrieb möglich sind und ob Urlaubstage oder Arbeitszeitkonten genutzt werden können. „Anträge für das Saison-Kurzarbeitergeld sind schnell gestellt – für die komplette Belegschaft oder auch nur für einen Teil vom Team“, betont Köster. 

Foto: IG BAU 

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