Azubis sollen günstiger Bus und Bahn fahren
29.12.2025
ESSEN: NGG fordert Mobil-Deal
Von Nina van Bevern
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) macht sich für eine deutliche Entlastung von Auszubildenden beim Deutschland-Ticket stark. In Essen betrifft das rund 11.600 Azubis, die derzeit für ihre Fahrten mit Bus und Bahn tief in die Tasche greifen müssen. Damit Busse und Bahnen bei Azubis nicht zu stark aufs Portemonnaie drücken, sollen sie das Deutschland-Ticket möglichst für die Hälfte bekommen“, fordert die NGG Ruhrgebiet.
Das würde einen Monatspreis von 31,50 Euro bedeuten. Hintergrund ist die bevorstehende Preiserhöhung: Ab Januar steigt der Preis für das Deutschland-Ticket von 58 auf 63 Euro. „Das ist für Azubis eine ordentliche Stange Geld“, sagt NGG-Geschäftsführer Martin Mura. Deshalb appelliert die Gewerkschaft an die nordrhein-westfälische Landesregierung, ein „D-Ticket light“ nach dem Vorbild Niedersachsens einzuführen. Dort übernimmt das Land 20 Prozent der Kosten, und wenn Arbeitgeber zusätzlich einen Anteil beisteuern, erhöht sich der Zuschuss auf 25 Prozent.
„Damit kostet das Ticket für Azubis und junge Menschen im Freiwilligendienst nur noch die Hälfte – nämlich 31,50 Euro“, rechnet Mura vor und spricht von einem „echten Mobil-Deal“. Die NGG fordert, dass sich auch die Arbeitgeber in Essen beteiligen. „Neben den heimischen Landtagsabgeordneten sollen sich die Unternehmen dafür einsetzen, dass es in Nordrhein-Westfalen möglichst rasch ein D-Ticket zum halben Preis für Auszubildende gibt“, so Mura. Ziel sei es, die jungen Menschen möglichst mobil zu machen – und das ohne zu großen Druck auf den Geldbeutel.
Foto: NGG
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