Hoch hinaus auch beim Lohn
17.01.2026
ESSEN: Mehr Geld für Dachdecker
Von Nina van Bevern
Wer täglich ganz oben arbeitet, soll auch unten mehr im Portemonnaie spüren: Für die Dachdecker in Essen gibt es zum Jahresstart ein deutliches Lohn-Plus. Ab Januar gilt ein höherer Branchenmindestlohn und davon profitieren hunderte Beschäftigte in der Stadt. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) spricht von einem wichtigen Schritt für mehr Wertschätzung im Handwerk.
„Dachdecker haben einen der anspruchsvollsten Jobs überhaupt – körperlich hart, oft in schwindelerregender Höhe und bei Wind und Wetter“, betont Peter Köster von der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen. Umso wichtiger sei es, dass sich diese Arbeit auch im Lohn widerspiegele. Für ausgebildete Gesellen gilt jetzt ein neuer Mindestlohn von 16,60 Euro pro Stunde. „Dachdecker haben damit bei einem Vollzeitjob am Monatsende gut 100 Euro mehr in der Tasche“, so Köster.
Auch ungelernte Kräfte profitieren von der Anpassung. In den 72 Dachdeckerbetrieben in Essen steigt der Mindestlohn für sie auf 14,96 Euro pro Stunde. „Er liegt jetzt bei 14,96 Euro pro Stunde“, erklärt der Bezirksvorsitzende der IG BAU. Insgesamt arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft rund 480 Beschäftigte im Dachdeckerhandwerk in Essen. Die Zahlen stützen sich auf Daten der Arbeitsagentur.
Die IG BAU ruft alle Dachdecker in der Stadt dazu auf, ihre aktuelle Abrechnung genau zu prüfenn, insbesondere dann, wenn sie bislang nicht nach Tarif bezahlt wurden. „Wer statt Tariflohn nur den Mindestlohn bekommt, sollte seine Lohnabrechnung für den Januar unbedingt kontrollieren“, rät Köster. Unterstützung bietet die Gewerkschaft direkt an: telefonisch unter 02 01/ 24 565-0 oder per E-Mail an essen@igbau.de.
Foto: IG BAU
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