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„Kontrolle ist das A und O

25.01.2026

ESSEN: NGG fordert mehr Druck beim Mindestlohn 
Von Nina van Bevern 

Ab Januar profitieren viele Mini-Jobber vom neuen gesetzlichen Mindestlohn: 13,90 Euro pro Stunde sind nun fällig. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) warnt: Ob alle Arbeitgeber in der Stadt diesen Betrag tatsächlich zahlen, ist unklar. 

„Es wird ganz sicher schwarze Schafe geben“, sagt Martin Mura, Geschäftsführer der NGG Ruhrgebiet. Rund 53.700 Beschäftigte im Minijob sollen nun eine „dickere Lohnabrechnung“ erhalten. Mura betont jedoch: „Der Check der Januar-Lohnabrechnung, die im Februar kommt, ist so wichtig. Vor allem für viele Mini-Jobber. Aber genauso auch für die Beschäftigten, die einen regMindestlohnulären Job haben und trotzdem nur an der untersten Lohnkante bezahlt werden.“ 

Wer dabei Hilfe benötige, könne sich an die NGG wenden. „Entscheidend beim Lohn-Check ist auch die Arbeitszeit. Wenn Arbeitgeber die Stunden auf dem Papier nach unten schrauben, um den Mindestlohn zu umgehen, ist das ein klarer Verstoß gegen das Gesetz“, so Mura. Die Gewerkschaft kritisiert vor allem die bislang geringe Zahl der Kontrollen. „Ein gesetzlicher Mindestlohn von 13,90 Euro kommt nur dann bei den Menschen an, wenn er auch tatsächlich gezahlt wird“, sagt Mura. 

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls sei mit den bisherigen Kapazitäten überfordert. „Was jetzt kommen muss, ist ein deutliches Signal des Bundesfinanzministers an die Wirtschaft: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit muss personell aufgestockt werden. Nur so kann es mehr und intensivere Kontrollen überhaupt geben. Der Kontroll-Druck muss bei den Betrieben in Essen steigen“, fordert Mura. Darüber hinaus appelliert die NGG an die heimischen Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD, sich für effektivere gesetzliche Regelungen einzusetzen.  

Foto: NGG  

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