Ehrenamt als ganz große Stärke!
26.01.2026
KETTWIG: Stadtgesellschaft startet zuversichtlich ins neue Jahr
Von Nina van Bevern
Beim Neujahrsempfang der Kettwiger Stadtgesellschaft stand das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt. Bürgermeisterin Julia Jakob betonte in ihren Grußworten dessen große Bedeutung. Bezirksbürgermeisterin Gabriele Kipphardt griff diesen Gedanken auf und lobte das Engagement im Stadtteil ausdrücklich. „Wenn die Ehrenamtsagentur nach Kettwig kommt, muss sie hier eigentlich nichts mehr erklären, das Ehrenamt wird hier bereits vorbildlich gelebt“, unterstrich sie. Zugleich warf sie den traditionellen Blick zurück auf das vergangene Jahr und nach vorn auf kommende Aufgaben. „In Kettwig läuft vieles gut, aber wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass unser Stadtteil liebenswert und einladend bleibt.“
Neben positiven Entwicklungen sprach Kipphardt auch kritische Themen an. Mit Blick auf das Bauprojekt am Schmachtenberg machte sie deutlich: „Die Werte Kettwigs müssen erhalten bleiben.“ Auch die maroden Brücken im Stadtteil seien weiterhin ein wichtiges Thema der öffentlichen Debatte. Positiv bewertete sie dagegen den Baubeginn der Schule am Mintarder Weg, Maßnahmen am Theodor-Heuss-Gymnasium sowie die geplante Parkpalette am Bahnhof. Diese sei „ein wichtiger Schritt, auch für den Kettwiger Sport“.
Für den Heimat- und Verkehrsverein zog Vorsitzende Christine Broders eine positive Bilanz des vergangenen Jahres. „Unsere Feste und Veranstaltungen sind sehr gut angenommen worden“, sagte sie. Besonders freute sie sich über die neue Skulptur zum 40-jährigen Bestehen des Skulpturenparks. „Sie gefällt nicht jedem, aber sie ist im Gespräch und das ist auch schon ein Erfolg.“ Zugleich wünschte sie sich, dass der HVV „nicht nur als Reise- oder Feierabendtreff-Veranstalter wahrgenommen wird, sondern mit seiner ganzen Bandbreite an Engagement“.
Die Herausforderungen des Bauvereins schilderte Geschäftsführer Hans-Joachim Hess. Themen wie Klimaziele und CO₂-Reduzierung stünden derzeit im Fokus. „Beschlüsse lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Es braucht Vorlaufzeiten, um angemessen reagieren zu können“, appellierte er an die Politik. Mit rund 600 Wohnungen ist der Bauverein ein wichtiger Faktor für Kettwig.
Für KettIN sprach die neue Beirätin Stephanie Klein über die Entwicklung des Vereins. Die vergangenen Jahre seien von Berg- und Talfahrten geprägt gewesen, umso größer sein nun die Freude, dass sich der Verein hätte stabilisieren können. Das Brunnenfest und das Kürbisfest seien erneut gut besucht gewesen, zugleich betonte sie: „Wir brauchen Unterstützer und müssen die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen, damit der Verein funktionieren kann.“
Sichtlich erfreut zeigte sich Heinz Schnetger von der IG Bahnhof über die Resonanz auf das Programm. „Kultur, Bewegung und Konzerte werden sehr gut angenommen“, sagte er und lud dazu ein, „einfach einmal vorbeizukommen und einen Abend im Bahnhof zu verbringen“.
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Das Jahr 2025 war für Kettwig erfolgreich. „Nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, lautete der Tenor, mit dem die Kettwiger Stadtgesellschaft optimistisch ins Jahr 2026 startet. Die Moderation übernahm in bewärter Manier Peter Marx vom HVV.
Fotos: Kosmas Lazaridis
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