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Gewerkschaft fordert faire Dienstpläne zur WM

11.06.2026

ESSEN: Beschäftigte in der Gastronomie 
Von Nina van Bevern 

Kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) faire Arbeitsbedingungen für die rund 11.500 Beschäftigten in der Essener Gastronomie. Die erwarteten Besucherströme in Kneipen, Restaurants und Biergärten dürften nicht zu übermäßigen Belastungen für die Beschäftigten führen. „Eines darf es auf keinen Fall geben: Alles rechts ran für den Fußball und WM-Überstunden bis zum Abwinken“, sagt Martin Mura von der NGG Ruhrgebiet. 

Dienstpläne müssten frühzeitig abgestimmt und familiäre Verpflichtungen der Beschäftigten berücksichtigt werden. Zudem fordert die Gewerkschaft zusätzliches Personal zu Stoßzeiten. „Das darf keine ‚Überstunden-WM‘ werden“, so Mura. Mit Blick auf die bevorstehende Tarifrunde im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe verlangt die NGG außerdem eine Lohnerhöhung von sechs Prozent. Mura verweist dabei auf die seit Januar geltende Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent: „Das ist genau die Hälfte von dem, was den Gastronomen vom Staat durch die Steuersenkung geschenkt wurde.“ 

Nach Angaben der Gewerkschaft würde ein ausgebildeter Koch oder Kellner in Vollzeit dadurch mindestens 164 Euro mehr im Monat verdienen. Die Forderung bringt die NGG in die Tarifverhandlungen mit dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga ein, die am 17. Juni beginnen. „Bleibt zu hoffen, dass die Arbeitgeber im DEHOGA auf Fair Play setzen und sich in der WM-Phase kein Eigentor schießen“, meint Mura abschließend.  

Foto: NGG  

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