Wenn Hitze und Sonne zum Arbeitsrisiko werden
18.07.2026
ESSEN: Gewerkschaft fordert besseren Schutz
Von Nina van Bevern
Die anhaltende Sommerhitze wird für viele Beschäftigte zur Belastungsprobe. Vor allem Menschen, die auf Baustellen, im Straßenbau oder in der Landschaftspflege arbeiten, sind der Sonne oft stundenlang ausgesetzt.
Die IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen appelliert deshalb an Arbeitgeber und Beschäftigte, den Schutz vor UV-Strahlung und Hitze konsequent ernst zu nehmen. „Eincremen, eincremen, eincremen. Wenn die Sonne kräftig scheint, heißt das: Lichtschutzfaktor 50. Und alle zwei Stunden nachcremen“, rät Tobias Umbreit, Vorsitzender der IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen. Intensiver UV-Schutz sei „das A und O gegen Hautkrebs“.
Neben Sonnencreme seien auch lange, luftdurchlässige Kleidung und ein Helm mit Nackenschutz wichtig. „Oben ohne ist bei der Arbeit unter praller Sonne alles andere als sexy“, sagt Umbreit. Ebenso seien Arbeitgeber verpflichtet, ausreichend Getränke bereitzustellen.
Die Gewerkschaft fordert eine „Getränke-Flatrate“ für alle Beschäftigten, die im Freien arbeiten. Bei großer Hitze sollten sie drei bis fünf Liter am Tag trinken. Außerdem empfiehlt die IG BAU regelmäßige Pausen im Schatten und – wenn möglich – Arbeitszeiten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen. Es gelte die „WSS-Regel“: Wasser, Sonnencreme und Schatten. Beschäftigten, die regelmäßig draußen arbeiten, rät die Gewerkschaft zudem zu einem jährlichen Hautkrebs-Check.
Foto: IG BAU
#igbau #sommerhitze #essen #kettwig #intern