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Große Vorfreude auf seltenes Himmelsschauspiel

02.08.2026

SCHUIR: Sternwarte informiert über Sonnenfinsternis 
Von Nina van Bevern 

Am Abend des 12. August lohnt sich ein Blick zum Himmel. Dann schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt für eine partielle Sonnenfinsternis, bei der zeitweise fast 90 Prozent der Sonnenscheibe verdeckt werden. Die Walter-Hohmann-Sternwarte informiert über das außergewöhnliche Naturereignis und mahnt gleichzeitig zu besonderer Vorsicht bei der Beobachtung. 

Wie die Sternwarte mitteilt, beginnt die Sonnenfinsternis in Essen um 19.17 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie um 20.11 Uhr, wenn knapp 90 Prozent der Sonnenfläche vom Mond bedeckt sind. Kurz nach 21 Uhr endet das Schauspiel, nahezu zeitgleich mit dem Sonnenuntergang. „Eine stärkere Sonnenbedeckung wird von Deutschland aus erst wieder bei der totalen Sonnenfinsternis am 3. September 2081 zu beobachten sein“, heißt es in der Pressemitteilung. 

Damit bietet sich eine seltene Gelegenheit, ein außergewöhnliches astronomisches Ereignis mitzuerleben! Bei einer Sonnenfinsternis stehen Sonne, Mond und Erde fast exakt auf einer Linie. Der Mond zieht dabei aus Sicht der Erde vor der Sonne vorbei und wirft seinen Schatten auf unseren Planeten. Weil die Sonne während der Finsternis bereits tief über dem Westhorizont steht, empfiehlt die Walter-Hohmann-Sternwarte freie Aussichtspunkte mit ungehindertem Blick nach Westen, etwa höher gelegene Felder oder unbewaldete Halden im Essener Westen. 

An der Sternwarte selbst wird es hingegen keine öffentliche Beobachtung geben. Grund dafür sind die umliegenden Bäume, die den Blick auf die tief stehende Sonne mit den Teleskopen versperren.  Besonders eindringlich weisen die Astronomen auf den Schutz der Augen hin. „Niemals darf ohne geeignete und unbeschädigte Sonnenfilter direkt in die Sonne geblickt werden – weder mit bloßem Auge noch mit Ferngläsern oder Teleskopen."  Für eine sichere Beobachtung seien ausschließlich zertifizierte Sonnenfinsternis-Brillen oder speziell ausgerüstete Instrumente geeignet, da sonst schwere und irreversible Augenschäden drohen. 

Neben dem beeindruckenden Anblick macht die Sternwarte auch auf einen besonderen kosmischen Zufall aufmerksam: Obwohl die Sonne rund 400-mal größer als der Mond ist, befindet sie sich auch etwa 400-mal weiter von der Erde entfernt. Deshalb erscheinen beide Himmelskörper von der Erde aus nahezu gleich groß – und nur so sind Sonnenfinsternisse überhaupt möglich.  

Foto: Thomas Payer  

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