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1000 Bäume für mehr Schutz und besseres Klima

22.03.2024

KETTWIG: An der Werdener Straße in Kettwig ist es Anfang Februar aufgrund der hohen Niederschläge zum Abrutschen der oberen Bodenschichten gekommen. Seitdem ist der Bereich für den Verkehr großflächig gesperrt. Um erneuten Abgängen vorzubeugen, wurden nun 1000 neue Bäume vor Ort gepflanzt. Die Aufforstungsaktion war eine gemeinschaftliche Aktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SdW), der Stadt Essen, der Kreisjägerschaft Essen e.V. und der Johanniter Unfallhilfe Regionalverband Essen e.V. 

Zunächst einmal wurden Bäume mit mangelhafter Stabilität und Vitalität aus dem Bestand entnommen. Danach kümmerten sich die städtischen Auszubildenden der Abteilung Waldungen und Baumpflege um die Flächenvorbereitung. Mehr als dreißig Helferinnen und Helfer übernahmen schließlich die Einpflanzung der Setzlinge auf dem 0,3 ha großen Areal. 

Für die Aufforstung wurden 400 Eichen, 300 Weißtannen und 300 Eiben ausgewählt. Strukturreiche und stabile Mischbestände fungieren besonders gut als Schutz für Straßen, Bebauung oder ähnliche Infrastrukturobjekte. Fabian Schrumpf MdL, der zugleich Vorsitzender des Essener SdW-Kreisverbandes ist, erklärt: „Bei der Baumartenauswahl wurde darauf geachtet, dass nur Bäume gepflanzt werden, die nach aktuellen Erwartungen der Klimaveränderungen, auch in der Zukunft stabil und anpassungsfähig bleiben und ihre Schutzfunktion erfüllen können.“ 

Da sich die Jahresniederschläge in die vegetationslose Jahreshälfte verschieben, lag der Schwerpunkt auf Nadelbaumarten. Nadelbäume haben auch in der vegetationslosen Zeit eine gegenüber Laubbäumen eine höhere Interzeption- und Transpirationswirkung, wodurch die die Menge an Wasser, die letztendlich den Boden bei Niederschlägen erreicht, verringert wird. Die zusätzlichen drei Baumarten am Hang sind ein wichtiger Schritt zu mehr Stabilität und Resilienz des Waldgebietes. 

In den kommenden Tagen werden an den jungen Bäumchen noch Verbissschutze angebracht. Die gesamte Böschung wird außerdem übernetzt und mit einem Steinschlagzaun gesichert. Bis Anfang April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. 

Foto: Privat 

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